Ein seltsames Paar

Neil Simon ist einer der bekanntesten amerikanischen Dramatiker und die Boulevardkomödie „Ein seltsames Paar“ einer seiner größten Erfolge. Obwohl sie aus den 60er Jahren stammt hat sie bis heute nichts von ihrer Aktualität und Komik verloren.

Das Stück erzählt, was passiert, wenn zwei erwachsene Männer zusammenziehen, die sich eigentlich für beste Freunde gehalten haben. Schon nach kurzer Zeit in einer gemeinsamen Wohnung geraten der pingelige Felix (gespielt von Christian Popp) und der lebenshungrige Oskar (Urs Kälin) heftig aneinander. Der Konflikt erreicht seinen Höhepunkt, als sich Oskar zusammen mit Felix mit zwei hübschen Frauen zum Abendessen trifft und Felix sich in Gegenwart der beiden Damen in die sehnsüchtigen Erinnerungen an seine Exfrau hineinsteigert. Dass er mit seiner rührseligen Art auch noch die Herzen der beiden Frauen im Sturm erobert gibt dem fassungslosen Oskar den Rest. Die Freundschaft steht nun endgültig auf der Kippe.

„Ein seltsames Paar“ überzeugt mit Dialogen, die einem vor Lachen die Tränen in die Augen treiben, herrlich kauzigen und wahrhaftigen Charakteren (neben Oskar und Felix komplettieren die beiden Freunde Walter und Speed das Männerquartett, das sich regelmäßig zum Pokerspielen trifft) und einer immer wieder überraschenden und witzigen Handlung. Das eigentliche Geheimnis dieses Bühnendauerbrenners aber liegt in der tiefgründigen Wahrheit, die Neil Simon darin verborgen hat: „Ein seltsames Paar“ ist auch ein Lehrstück über den Wert und die Grenzen der Freundschaft.

Petra zieht aus – Improvisation auf dem Bühnensofa